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29.10.2019 • 4 min.

Essen Light Festival

Einer meiner Lieblingskabarettisten Hagen Rether sagt über Essen „Sie wollen einen schönen Abend haben, fahren mit dem Wagen in die Essener City, stellen ihn ab, kommen wieder und das Ding ist abgeschleppt.“ Kurze Pause. „Gut, das passiert Ihnen in Köln auch, aber da hatten Sie einen schönen Abend.“

Ich gebe zu, mein Verhältnis zu der Essener Innenstadt ist gespalten, aber heute möchte ich etwas schreiben, was ganz klar dafür spricht: Das Light Festival. Ich kannte Lichtinstallationen bisher nur aus der Gruga. Das war immer großartig. Daher war ich offen, als es um das Thema ging.

Nun hatten wir Tickets für das „Lichtgewitter“ in der Kreuzeskirche. Eine wirklich abgefahrene audiovisuelle Raumverwandlung mit einer Orgel und abgestimmten Lichtverwandlungen innerhalb der Kirche. Beinahe surreal, wie das Licht die Kirchenwände hochkroch und plötzlich ein Feuerwerk aus Sternen über einem abgeschossen wurden. Schwer zu erklären, besser im kommenden Jahr selbst erleben und erfahren.

Parallel dazu gab es in der ganzen Innenstadt verschiedene sehr beeindruckende Licht- und Klanginstallationen von internationalen Künstlern, die ihresgleichen suchten. Alle Augen leuchteten. Der diesjährige Besucherrekorde mit über 370.000 Besuchern hat seine Berechtigung. Es ist nichts, was man als „kenne ich schon“ oder „langweilig“ abtun kann. Nächstes Jahr sind wir definitiv wieder dabei. Aber dieses Mal nach der Zeitumstellung, damit es früher dunkel ist und der Zwerg mehr davon hat.

Laut Hagen Rether ist das Schönste an Essen die Autobahnen, in zwei Minuten sei man draußen. Das wird der ein oder andere genauso sehen, aber während des Light Festivals definitiv nicht.

(Im Anschluss an diesen zehntätigen Event starteten die Essener Lichterwochen, die noch bis zum 05. Januar 2020 gehen.)

Text: Jan Wischermann, Anna Wischermann
Fotos: Annick Laudi

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